Gönn Dir was – oder… den neuen  Lebensabschnitt entdecken!

Wir, meine Frau (mittlerweile auch Rentnerin) und ich stehen vor einem neuen Lebensabschnitt. Es ist an der Zeit die neue gemeinsame Zukunft zu planen. Das heißt, wir müssen uns von einigen Dingen trennen. Deshalb haben wir unsere automobile Beweglichkeit von zwei Fahrzeugen auf eines reduziert. Mit der gewonnen Freiheit müssen wir aber nun auch unsere “neue” gemeinsame Freizeit planen.

 

Meine Frau ist seit kurzer Zeit “Vollzeithausfrau”, wechselte nach einem abwechslungsreichen Arbeitsleben in den sogenannten Ruhestand. Wir sind jetzt “pausenlos”, das heißt, nahezu 24 Stunden, unter einem Dach! Ich bin ihr schon fast 3 Jahre voraus und habe in den letzten Jahren als “Hausmann” einen großen Teil der Hausarbeit übernommen. Derzeit sind wir dabei, uns die Hausarbeit und die Arbeit “ums Haus herum” zu organisieren. Das führt natürlich und voraussehbar zu gewissen Reibungen. Zu diesem Thema könnten mehrbändige Lebensratgeber geschrieben werden.

Die Mobilität

Ein wichtiger Teil im Alter ist die Mobilität, auch die automobile Mobilität! Meine Frau war es gewohnt, mit ihrem eigenen Wagen täglich pünktlich zum Dienst oder wann immer sie es will, zum Einkaufen, zum Friseur oder sonstwohin zu fahren. Ich bin es gewohnt, früher mit dem Dienstwagen und seit der Rente mit einem Mittelklasse Kombi wann immer ich will und wohin ich will zu fahren. Seit unser beider Ruhestand und Corona-Einschränkung “schlummern” meist  beide Fahrzeuge “Hand in Hand” brav nebeneinander in unserem Carport.

Die Aufgabe war, aus zwei Autos, die derzeit kaum bewegt werden, ein Familienauto für Mann, Frau und Hund und für jeden schmackhaft zu machen.

Ich möchte die abendlichen “Diskussionsrunden” nicht näher beschreiben: “wenn ich mal dringend weg muss (es gibt kaum noch ein dringend) und du bist mit dem Auto gerade wieder mal bei deinem Männerfrühstück (kam vor Corona einmal im Monat vor) dann gucke ich in die Röhre!”

…..wir haben uns verständigt, wir versuchen es mit einem Auto, erstmal versuchen…

Ich will es abkürzen: es klappt bis jetzt hervorragend! Der Anfang war eine wenig ungewohnt, wenn Frau mit meinem, äh, unserem Auto vom Hof rollte. Es hat sich eingespielt, es ist n u r   eine Frage der Absprache.

 

Meine Frau und ich sind seit Jahrzehnten einer Marke fest verbunden und bleiben es vermutlich auch. Dieses mal musste es, auch wegen des Hundes, ein “Exot” sein. Unser “Puck” wird in der Hundebox im Kofferraum, sorry im Hundeabteil, chauffiert und es bleibt immer noch Stauraum für Einkäufe oder Gepäck.

 

 

Wir habe uns für einen Land Rover Discovery Sport entschieden. 

Bis diese mentale und für uns schwierige Findungsphase hinter uns lag, glühten bei “mobile.de” die Drähte. Wir suchten einen jungen Gebrauchten (wie alle Gebrauchtwagen Interessenten):  quasi wie neu, mit wenig Kilometer, mit viel Ausstattung zum Super-Preis. 

“Ein Neuer von Hoyer”

Nach etlichen Telefonaten mit Land Rover Händlern und ein paar Besuchen in verschiedenen Autohäusern landeten wir beim Autohaus Hoyer in Walsrode. Mit dem Gebrauchtwagenverkäufer, Herrn Wolff, vereinbarten wir einen Termin, mit der Bitte uns ganz bestimmte Fahrzeuge unserer Wahl zu zeigen. 

 

Bei einer Kaffeerunde im Autohaus, unser Hund Puck bekam Wasser aus dem hauseigenen Hundenapf, hörte sich Herr Wolff geduldig und sehr freundlich unsere Wünsche an, fragte aber auch gezielt  nach eventuellen Alternativen und Varianten. Dann wurden uns unsere Wunschautos vorgeführt. Herr Wolff argumentierte die jeweiligen Vorteile der Modelle, er hatte dabei immer unsere Wünsche und Vorstellungen im Blick.

Zum Ende der Fahrzeugbesichtigung zeigte er uns mit einem gewissen Stolz seinen derzeitigen Vorführwagen. In diesem Discovery Sport steckten alle unsere (geheimen) Wünsche an unser zukünftiges Auto.

Unsere “Denke” erstmal: keine Chance, weil viel zu teuer, den wollen wir uns nicht leisten, aber schön wäre er schon!

Zurück im Büro, Herr Wolff stellte Rechenbeispiele für die verschiedenen Fahrzeuge auf, natürlich auch für seinen Vorführwagen. Unsere Köpfe rauchten, unserem Hund wurde es langweilig, wir verabredeten eine ausgiebige Probefahrt mit den in Frage kommenden Autos. Auf der Rückfahrt gab es fast nur noch ein Thema: Der fast neue Discovery Sport in Namib Orange, den meine Frau von Anfang an im Auge gehabt hatte…..

Vor den geplanten Probefahrten (für uns war nur noch ein Wagen in der engeren Wahl) wurde nochmals der “Allwissende”, Herr Google befragt und wurden Youtube-Filmchen geschaut.

Zum vereinbarten Probefahrttermin waren die drei verschiedenen Modelle fahrbereit aufgestellt, ganz vorne stand der (unser) Namib Orange Discovery Sport.

Herr Wolff nahm sich die Zeit und fuhr mit mir und meiner Frau getrennt jeweils eine große Probefahrtrunde, während einer von uns im Autohaus auf unseren Hund aufpasste. Auf der Probefahrt wurden fachkundig und sehr sympathisch die Sonderausstattung und die Besonderheiten des Engländers erklärt. Bei uns war (ohne es auszusprechen) die Entscheidung für diesen speziellen Discovery Sport längst gefallen. Besonder meine Frau schwärmte von der Leistung und besonders von den vielen technischen Helferlein für Sicherheit und Komfort. (nanu, das sind doch eigentlich “Männerthemen”)

Eine “Bauchentscheidung”

Plötzlich war der finanzielle Aspekt weit in den Hintergrund geraten, der Wunschwagen, die Ausstattung und die Wagenfarbe standen im Vordergrund. Warum sollten wir uns den Wunsch nicht erfüllen? So ganz viele Autos werden wir uns in unserem Leben nicht mehr anschaffen. Warum nicht mal nur mit dem Bauch entscheiden? Unsere bisherigen Autos wurden entweder vom Arbeitgeber oder sehr rational ausgesucht. 

  • Die uralt Schrottkarre, weil noch in der Ausbildung und wenig Geld
  • Die “vernünftigen” Kombis, wegen der Kinder und der Urlaubsreise (einmal im Jahr)
  • Die “Kompakten” mit den wenigen PS, weil eben vernünftig

An dieser Stelle musste ich an meinen geschätzten Ex-Kollegen Armin Thalhofer denken, der sich “frei machte” um eine Weltreise auf dem Motorrad zu starten unter dem Motto: “Irgendwann ist irgendwann zu spät”. Er sagte mir einmal: “Das Schwierigste war, die Entscheidung es zu tun!”

Auf was wollen wir noch warten?

Wir haben beide jahrzehntelang bis zur Rente gearbeitet und unsere Einkünfte zusammengehalten. Jetzt ist es Zeit, unser Leben zu genießen um uns etwas zu gönnen!  Jetzt muss es der Land Rover Discovery Sport sein, oder vielleicht (nach Corona) die Traumreise oder die sündhaft teure Outdoorjacke oder oder oder….

Ich erinnere mich an unseren “Kühlschrank-Spruch”:

“Das Leben ist zu kurz um was Schlechtes zu trinken”.

Dies ist auch übertragbar auf andere Dinge. Wir versuchen ab sofort  unser Leben heute zu genießen, auf die “bessere Zukunft” zu warten macht keinen Sinn. Wir haben uns den “Discovery” gegönnt, vielleicht ist der Name ein Zeichen, “Entdeckung“ eines neuen Lebensgefühls und einer neuen Leichtigkeit. 

 

 

Fazit:

Wir freuen uns täglich über unser neues Auto. Auch unser Hund Puck hat den Discovery sofort als “sein” neues Auto angenommen, sobald der Motor “schnurrt”, schläft er völlig entspannt in seiner Box. Im Geheimen habe ich auch das Gefühl, dass wir für unser Auto an der Ampel manch anerkennenden Blick ernten, aber das ist nur so ein Gefühl. Außerdem fährt er sich ganz “toll”!

 

Ein besonderer Dank geht an die Mitarbeiter des Autohauses Hoyer in Walsrode, dort wird Kundenfreundlichkeit und Service groß geschrieben und dies ist im ganzen Haus erlebbar!

 

 

Ein großes Lob geht auch an unseren Verkäufer, Lennart Wolff. Er hat sich für uns Zeit genommen, er hat uns zugehört und auch unsere (geheimen) Wünsche zwischen den Zeilen gelesen und verstanden.